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Karies

Wie entsteht Karies?

Wohl das am häufigsten gehörte und befürchtete Wort, das ein Patient in einer Zahnpraxis zu hören bekommt. Mithin ist die Karies auch noch der häufigste Grund für Zahnverlust.

Karies wird allgemein als Infektionskrankheit angesehen. Sie kann von einem Menschen auf den anderen übertragen werden. Ein Beispiel ist die Mutter die, aus Liebe zum Kind, den Schnuller selber in den Mund nimmt um ihn zu „Säubern“ So wird die Mundhöhle des Kindes mit den Bakterien beimpft die die Mutter hat. Diese, ganz bestimmten Bakterien, z.B. Strepptokkokus mutans, sind kariogen, d.h. erzeugen Karies. Über ihren Stoffwechsel, bei dem Nahrungsmittel abgebaut werden, erzeugen sie eine Säure, die Milchsäure.

Dies, und nicht die Bakterien selber, greift den Zahnschmelz an und löst ihn auf. Wenn der Zahnschmelz abgebaut ist kommt das weichere Dentin zum Vorschein, wo Nervenendigungen liegen. Der Zahn wird empfindlich. Es entsteht ein Loch, noch „mikroskopisch“ klein, der Patient ist fast beschwerdefrei.

Hier kann nur der Zahnarzt helfen, das Loch ausbohren, säubern, verschließen und eine glatte, gut putzbare Oberfläche herstellen. Die Bakterien besiedeln sonst den Zahn, dringen immer tiefer in ihn ein bis sie schließlich den Nerv erreichen. Für den Patienten manchmal auch unbemerkt, meist jedoch mit großen Schmerzen verbunden entsteht eine Eiterung, der Zahn stirbt ab und muss wurzelbehandelt werden.